In den vergangenen Wochen wurde ein 32-jähriger Unternehmer Opfer eines Anlagebetrugs. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die Ermittlungen aufgenommen.
Mehrere zehntausend Euro verloren
Ein 32-jähriger deutscher Unternehmer aus dem Landkreis Cham ist Opfer eines Anlagebetrugs geworden. Er verlor mehrere zehntausend Euro. Der Vorfall begann Anfang März auf einer sozialen Plattform. Unbekannte Täter boten ihm eine vermeintlich lukrative Geldanlage an. Der Fokus lag auf dem Bereich Online-Trading. Die Kommunikation verlagerte sich später auf einen Messengerdienst. Über mehrere Wochen kontaktierten verschiedene Personen den Geschädigten.
Die Masche der Betrüger
Die Täter bewegten den Mann zu Investitionen. Der 32-Jährige richtete Konten bei Krypto-Börsen ein. Er zahlte Geld ein und wandelte es in Kryptowährung um. Anschließend transferierte er diese auf Wallet-Adressen der Täter. Auf einer angeblichen Trading-Plattform sah er seine Einzahlungen. Auch hohe, vermeintliche Gewinne wurden angezeigt. Der Geschädigte testete zunächst eine Auszahlung. Diese im dreistelligen Eurobereich verlief erfolgreich. Das stärkte sein Vertrauen in die Täter.
Forderung nach angeblichen Steuern
In der Folge tätigte der Mann weitere Überweisungen. Die Summe erreichte einen niedrigen fünfstelligen Eurobereich. Auf der Plattform erschienen nun deutlich höhere Gewinne. Für eine Auszahlung forderten die Täter jedoch zusätzliche Zahlungen. Diese wurden als angebliche Steuern deklariert. Diese Forderung machte den 32-Jährigen misstrauisch. Er erkannte den Betrug und erstattete Anzeige. Spezialisten der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg führen nun die weiteren Ermittlungen.
Tipps der Polizei zum Schutz
Die Polizei rät im Zusammenhang mit dieser Betrugsform zu erhöhter Vorsicht. Misstrauen gegenüber verlockenden Angeboten, die „schnelles Geld“ versprechen, ist wichtig. Betrugsangebote nutzen oft seriös wirkende Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Betrüger nutzen intensiven Kontakt per Telefon oder Messenger, um ihre Opfer zu beeinflussen. Informieren Sie sich vor der Anmeldung über Anbieter und Plattformen. Geben Sie keine sensiblen Daten preis. Zugangsdaten zum Online-Banking oder Depot sind streng geheim.
Ermöglichen Sie keinen Fernwartungszugriff auf Ihren Computer oder Ihr Handy. Halten Sie Rücksprache mit Familie oder Freunden, die Erfahrungen in diesem Bereich haben. Ein Tausch von Geld in Kryptowährungen ist riskant. Wenn Sie diese an fremde Wallets transferieren, ist eine Rückbuchung nicht möglich. Ein gesunder Skeptizismus schützt vor finanziellem Schaden.
Beispiele
Betrügerische Online-Trading-Plattformen, falsche Krypto-Börsen, Pyramidensysteme, betrügerische Anleihen-Angebote, gefälschte Investitionsprojekte.