Brand

Am Sonntagabend, 06.04.2025, gegen 23:00 Uhr, kam es in einer Pflegeeinrichtung des Klosters Strahlfeld zu einem Zimmerbrand. Nach derzeitigen Erkenntnissen dürfte eine unbeaufsichtigte Kerze ursächlich für den Brand gewesen sein. Die Ermittlungen der Polizei deuten auf eine fahrlässige Brandstiftung hin.

Das Feuer brach in einem Bewohnerzimmer der Pflegeabteilung aus und zerstörte dieses vollständig. Insgesamt mussten 58 Personen durch Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes evakuiert werden.

Brand

 

Neun Bewohnerinnen sowie ein Feuerwehrmann wurden mit leichten Rauchvergiftungen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Nach erfolgreicher Brandbekämpfung konnten die meisten der evakuierten Personen noch in der Nacht in ihre Wohnbereiche zurückkehren.

Die Feuerwehr und das BRK waren jeweils mit einem Großaufgebot im Einsatz. Beteiligt waren Einheiten aus Roding, Altenkreith, Strahlfeld, Pösing, Hitzelsberg, Mitterdorf, Fronau, Ziehring, Cham sowie das Technische Hilfswerk Roding. Der entstandene Sachschaden wird auf ca. 400.000 Euro geschätzt.

Bericht der Kreisbrandinspektion Cham:

Zimmerbrand im Kloster Strahlfeld löst Großeinsatz aus

In der Nacht auf Montag kam es im Ostflügel des Klosters Strahlfeld in der Stadt Roding zu einem Zimmerbrand, der einen Großalarm bei Feuerwehr und Rettungsdienst auslöste. Die Integrierte Leitstelle Regensburg alarmierte gegen 23:10 Uhr mit dem Stichwort „B5 – Brand mit hoher Personenzahl“ sowie dem Rettungsdienst-Schlüssel „MANV 10-15“.

Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Strahlfeld ein. Aus einem Zimmer im Ostflügel drang zu diesem Zeitpunkt bereits dichter Rauch. Unverzüglich begannen die Einsatzkräfte mit der Brandbekämpfung und der Evakuierung der Bewohnerinnen und Bewohner. Die Einsatzleitung übernahmen zunächst Sophia Spagl (FF Strahlfeld) und Kreisbrandmeister Johannes Maier.

Insgesamt waren rund 180 Feuerwehrleute sowie 100 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes im Einsatz, unterstützt von der Polizei und Fachberatern des Technischen Hilfswerks (THW). Unter schwerem Atemschutz evakuierte die Feuerwehr 63 Personen – darunter auch bettlägerige und mobilitätseingeschränkte Bewohner. Sechs Menschen wurden verletzt und medizinisch versorgt, 57 weitere vor Ort untersucht und betreut. Ein Feuerwehrmann erlitt eine Rauchvergiftung und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Dank des schnellen und koordinierten Einsatzes konnte das Feuer rasch unter Kontrolle gebracht werden. Beim Eintreffen war kein offenes Feuer mehr zu sehen, jedoch war das betroffene Zimmer stark verraucht. Über einen nahegelegenen Hydranten wurde die Wasserversorgung gesichert, während weitere Wehren – darunter der Schlauchwagenzug des Inspektionsbereichs – im Bereitstellungsraum auf weitere Anweisungen warteten. Insgesamt kamen 20 Atemschutztrupps zum Einsatz. Zur Entrauchung wurden Fenster geöffnet und Hochdrucklüfter eingesetzt.

Der Rettungsdienst, unter der Leitung von Tobias Muhr und Dominik Lommer, war mit 13 Rettungswagen, fünf Notärzten – darunter Jörg Owerdieck als Leitender Notarzt –, zwei Krankentransportwagen sowie den Rettungshubschraubern Christoph Regensburg und Christoph Nürnberg vor Ort. Zudem wurden die Schnelleinsatzgruppen Betreuung und Behandlung sowie die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung des Landkreises Cham alarmiert.

Die verletzten Personen mit leichten bis mittelschweren Verletzungen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die übrigen Betroffenen konnten nach ambulanter Versorgung entweder in ihre Zimmer zurückkehren oder wurden in anderen Bereichen des Klosters untergebracht. Die beiden Hubschrauber mussten keine Patienten übernehmen.

Neben der Feuerwehr Strahlfeld waren auch Wehren aus Roding, Cham, Pösing, Hitzelsberg, Mitterdorf, Altenkreith, Regenpeilstein, Neubäu, Dörfling, Wiesing, Furth im Wald, Ebersroith, Kirchenrohrbach, Friedersried, Wetterfeld, Fronau, Ziehring sowie die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung Loibling-Katzbach unter der Führung von KBM Hans Hochmuth im Einsatz.

Auch Rodings Bürgermeisterin Alexandra Riedl verschaffte sich vor Ort ein Bild der Lage und dankte den Einsatzkräften für ihr professionelles Handeln.

Die Koordination auf Feuerwehrseite lag bei Kreisbrandrat Michael Stahl, Kreisbrandinspektor Norbert Mezei sowie den Kreisbrandmeistern Johannes Maier, Hubert Hofweber und Michael Klinger. Trotz des großen Ausmaßes zeigten sich alle Verantwortlichen mit dem Einsatzverlauf sehr zufrieden – das schnelle und effektive Eingreifen der ersten Kräfte verhinderte Schlimmeres.