Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter den Polizeidienststellen der Oberpfalz, geprägt von zahlreichen Verkehrsunfällen, teils unter Alkoholeinfluss, sowie verschiedenen Straftaten.
Schwere Unfälle und riskante Fahrmanöver
Gleich mehrere schwere Verkehrsunfälle ereigneten sich am Wochenende. Besonders dramatisch war eine Kollision auf der Staatsstraße 2650 bei Zell am Sonntagmittag, ausgelöst durch ein riskantes Überholmanöver eines 69-jährigen Motorradfahrers. Er und ein weiterer Motorradfahrer erlitten schwere Verletzungen und kamen in Krankenhäuser. Die Polizei ermittelt wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und des Verdachts auf ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen.
Auch Pedelec-Fahrer waren betroffen: In Bruck stürzte ein 47-Jähriger stark alkoholisiert in einer Kurve schwer, und in Weiden geriet ein 37-Jähriger gegen einen Bordstein und prallte gegen eine Hauswand. Beide wurden schwer verletzt. In Sulzbach-Rosenberg stürzte eine 55-jährige Pedelec-Fahrerin, als sie nach einem Schulberblick den Lenker verriss und mit dem Kopf auf dem Bordstein aufschlug. Ein Fahrradhelm bewahrte sie vermutlich vor schlimmeren Verletzungen.
Alkohol am Steuer und aggressive Auseinandersetzungen
Alkohol war die Ursache für weitere Zwischenfälle. In Nittenau eskalierte am Freitagabend ein Streit zwischen drei Personen, wobei ein stark alkoholisierter 28-Jähriger seine Kontrahenten beleidigte und zu schlagen versuchte. In Bodenwöhr verletzte ein 40-jähriger Pole nach einem Streit einen Syrer leicht und fuhr anschließend betrunken mit seinem E-Bike davon.
Auch Fahrzeugführer wurden erwischt: In Neukirchen b. hl. Blut wurde ein 46-jähriger Autofahrer mit Alkohol kontrolliert, und in Sulzbach-Rosenberg wurde ein BMW-Fahrer mit 155 km/h bei erlaubten 100 km/h auf der B85 gemessen. In Neumarkt trat am Samstagnachmittag ein 37-jähriger Mann unter Alkohol- und Drogeneinfluss auf und verletzte zwei Männer sowie einen Polizeibeamten leicht.
Ermittlungen wegen Flucht, Fälschung und Diebstahl
Nach einem Unfall mit Sachschaden auf der SAD 14 bei Mappach sucht die Polizei einen flüchtigen blauen PKW-Fahrer, der eine Kurve geschnitten hatte und so einen Motorradfahrer zu Fall brachte. In Mitteldorf wurde ein 21-Jähriger wegen Urkundenfälschung angezeigt, da er eigenständig Zulassungsplaketten von Kennzeichen entfernt und auf neuen, kürzeren angebracht hatte.
In einem Waldstück bei Ebermannsdorf wurden mehrere mutmaßlich entwendete Baumaschinen im Wert von ca. 10.000 Euro aufgefunden. Die Polizei sucht Zeugen oder die Eigentümer der Maschinen. In Freystadt wurde zudem ein Rehbock illegal geschossen. In Waidhaus wurde ein Volvo auf einem Parkplatz mutwillig zerkratzt.
Suche nach Zeugen in verschiedenen Fällen
Die Polizeiinspektion Regensburg-Süd bittet um Hinweise zu einem Unfall in der Klenzestraße, bei dem ein 13-jähriger Radfahrer stürzte, als sich das Kleid einer überholenden E-Scooter-Fahrerin am Lenker verfing. Die beiden E-Scooter-Fahrer halfen zunächst, entfernten sich dann aber. In Wiesau wird nach einem Exhibitionisten gesucht, der am Silbersee auftrat und dabei onanierte. Die Polizei sucht insbesondere eine Joggerin, der der Mann ebenfalls gegenübergetreten sein soll.
In Regenstauf kam es zudem zu einem Brand an einer Heizungsanlage aufgrund eines technischen Defekts. Fünf Familienmitglieder verließen das Haus unverletzt. Am Grenzübergang Furth im Wald wurde ein 28-Jähriger mit illegalen Potenzmitteln der Marke Kamagra erwischt, die er nach Deutschland einführen wollte.
Info
In Deutschland gilt eine Promillegrenze von 0,5 Promille für das Führen von Kraftfahrzeugen. Für Fahranfänger in der Probezeit und Fahrer unter 21 Jahren gilt eine absolute Alkohol-Nullgrenze (0,0 Promille). Verstöße können Bußgelder, Fahrverbote oder Punkte im Verkehrszentralregister zur Folge haben. Auch für Fahrradfahrer gelten Promillegrenzen. Eine Alkoholisierung von 1,6 Promille oder mehr gilt als absolute Fahruntüchtigkeit. Wer mit geringeren Werten auffällig wird oder einen Unfall verursacht, kann ebenfalls belangt werden. Das Tragen eines Helms kann das Risiko schwerer Kopfverletzungen bei Radunfällen signifikant verringern.