Bei Grenzkontrollen an der A6 hat die Bundespolizei Waidhaus zwei international gesuchte Männer festgenommen – einer per deutschem Untersuchungshaftbefehl, einer per europäischem Haftbefehl.
Erfolgreiche Fahndungskontrollen an der A6
Waidhaus – Die Bundespolizeiinspektion Waidhaus hat am Dienstag (9. Dezember) zwei gesuchte Männer festgenommen. Die Einsatzkräfte vollstreckten sowohl einen deutschen Untersuchungshaftbefehl als auch einen europaweit gültigen Haftbefehl der slowakischen Behörden. Beide Personen wurden der Justiz übergeben.
Fall 1: Untersuchungshaftbefehl gegen 28-Jährigen vollstreckt
Am Dienstagvormittag stoppten Bundespolizisten einen 28-jährigen Bulgaren bei einer Grenzkontrolle. Die Überprüfung seiner Personalien ergab gleich mehrere Fahndungsnotizen.
Die Staatsanwaltschaft Heilbronn suchte den Mann per Untersuchungshaftbefehl. Er soll im August 2023 in Schwäbisch Hall in ein Firmengelände eingedrungen sein und mehrere Tausend Euro Bargeld, Maschinen und Werkzeuge entwendet haben. Der Schaden liegt nach bisherigen Erkenntnissen bei rund 20.000 Euro.
Zusätzlich lag eine Aufenthaltsermittlung der Staatsanwaltschaft Köln wegen eines Strafbefehls zum besonders schweren Diebstahl vor.
Die Bundespolizei nahm den 28-Jährigen fest und wird ihn den zuständigen Behörden in Schwäbisch Hall überstellen.
Fall 2: Europäischer Haftbefehl gegen 31-Jährigen aus der Slowakei
Wenig später kontrollierten die Beamten in einem Fernlinienbus auf der Strecke Prag–Brüssel einen 31-jährigen Slowaken. Die Datenabfrage ergab eine schengenweite Fahndungsausschreibung der slowakischen Behörden.
Dem Mann wird vorgeworfen, über längere Zeit Unterhaltszahlungen nicht geleistet und sich anschließend der Justiz entzogen zu haben. Die slowakischen Behörden hatten deshalb einen europäischen Haftbefehl sowie ein Ersuchen zur Festnahme und Auslieferung nach dem Gesetz über internationale Rechtshilfe erlassen.
Die Bundespolizisten nahmen den Mann fest und übergaben ihn an die deutschen Justizbehörden.
Konsequente Zusammenarbeit über Grenzen hinweg
Die Fälle zeigen erneut, wie eng die europäische Zusammenarbeit im Fahndungsbereich funktioniert. Durch die systematischen Kontrollen an der Grenze gelangen Straftäter immer wieder erfolgreich in die Hände der Justiz.