Ein 28-Jähriger belästigte im Regionalexpress zwei Frauen und schlug einen Helfer. Die Bundespolizei nahm ihn fest.
Vorfall auf der Fahrt
Am Donnerstag (16. April) ereignete sich gegen 14:30 Uhr ein Vorfall im Regionalexpress von Landshut nach Regensburg. Ein 28-jähriger deutscher Staatsangehöriger, der alkoholisiert war, belästigte eine 74-jährige deutsche Mitreisende, indem er sie mehrmals anfasste. Die Frau setzte sich daraufhin an einen anderen Platz. Anschließend wandte sich der Mann einer 18-jährigen Ukrainerin zu und belästigte sie ebenfalls.
Zivilcourage und Gewalt
Das aggressive Verhalten des Mannes nahm zu, was andere Fahrgäste zum Eingreifen veranlasste. Ein 59-jähriger deutscher Mitreisender versuchte, die Situation zu klären und der jungen Frau zu helfen. Dabei wurde er von dem 28-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Durch den Schlag wurde die Brille des Helfers beschädigt. Am nächsten Haltepunkt, Hagelstadt, drängten weitere Fahrgäste den Angreifer aus dem Zug. Nach der Ankunft am Hauptbahnhof Regensburg erstatteten die Geschädigten und Zeugen Anzeige beim Bundespolizeirevier.
Festnahme und Ermittlungen
Gegen 16:10 Uhr erkannte ein Zugbegleiter den Tatverdächtigen auf der Fahrt von Regensburg nach München wieder. Bei der Ankunft im Bahnhof Landshut nahm eine Streife des Bundespolizeireviers Landshut den Mann vorläufig fest. Eine Überprüfung ergab, dass der 28-Jährige bereits wegen verschiedener Körperverletzungsdelikte polizeilich bekannt war und zwei aktuelle Fahndungsausschreibungen vorlagen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,11 Promille.
Das Bundespolizeirevier Regensburg hat die Ermittlungen wegen sexueller Belästigung, Sachbeschädigung und Körperverletzung aufgenommen. Nach Abschluss aller strafprozessualen Maßnahmen wurde der Tatverdächtige wieder auf freien Fuß gesetzt.
Info
Sexuelle Belästigung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Nötigung.